Pressemitteilung: Frauenpower an der Regierungsspitze

Sonntag, 18. Juli 2010

Verena Schäffer ist neue Sprecherin für Frauenpolitik und Strategien gegen Rechtsextremismus

 

Mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft MdL und der grünen Vize-Ministerpräsidentin und Schulministerin Sylvia Löhrmann MdL stehen erstmals zwei Frauen an der Spitze Nordrhein-Westfalens.

Dazu erklärt die Wittener Landtagsabgeordnete und neue Sprecherin für Frauenpolitik in der grünen Landtagsfraktion, Verena Schäffer MdL: „Das starke Frauen-Duo ist auch ein frauenpolitischer Erfolg. Allerdings darf es nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Frauenanteil im Landtag weiter gesunken ist von 31,0 Prozent bei Beginn der Wahlperiode 2005 auf aktuell 27,1 Prozent. Wir werden uns für Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils im Landtag und den kommunalen Vertretungen stark machen.“

In ihrer neuen Funktion als Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus wird Verena Schäffer ihr bisheriges Engagement für eine solidarische und tolerante Gesellschaft fortsetzen. „Wir werden einen Schwerpunkt auf Demokratieerziehung legen und Mitspracherechte in allen Bereichen ermöglichen. Für den Kampf gegen Rechts wollen wir ‚Mobile Beratungsteams‘ einrichten und ein landesweites Netzwerk der verschiedenen Initiativen und Verbände gründen.”

Die Wittener Abgeordnete freut sich auf ihre neuen Aufgaben und wird sich in den nächsten fünf Jahren für beide Themenfelder stark machen.

Gemeinsam neue Wege gehen – Frauenpolitisches im rot-grünen Koalitionsvertrag

Freitag, 09. Juli 2010

Nachdem sich die SPD am 17. Juni 2010 unerwarteterweise doch für eine Minderheitsregierung mit uns GRÜNEN entschieden hatte, wurde unter Hochdruck an einem rot-grünen Arbeitsprogramm gebastelt. Seit Mittwoch ist der Koalitionsvertrag öffentlich, am Samstag (morgen) soll er jeweils auf den Parteitagen der GRÜNEN und der SPD beschlossen werden. Den Koalitionsvertrag kann man hier herunterladen: http://www.gruene-nrw.de/koalitionsvertrag.html

Aus frauenpolitischer Sicht ist der Koalitionsvertrag sehr zu begrüßen, gemeinsam mit der SPD wollen wir u.a. folgende Punkte umsetzen:

  • Die Wiedereinsetzung der 4. Frauenhausstelle und die zukünftige Verankerung eines Rechtsanspruchs auf einen Frauenhausplatz,
  • die Einrichtung von einer ausreichenden Anzahl an Unterbringungsplätzen in Mädchenhäusern an zwei Standorten in NRW,
  • eine finanzielle Anpassung der Frauenberatungsstellen und Notrufe an den aktuellen Förderbedarf,
  • Eine “Landesinitiative Frau und Wirtschaft” mit 16 Regionalagenturen in NRW,
  • ein Landesprogramm zur geschlechtersensiblen Berufswahlorientierung,
  • eine Verknüpfung der leistungsorientierten Mittelvergabe an die Hochschulen an eine Frauenquote nach dem Kaskadenmodell,
  • die Einrichtung einer Gender-Stabsstelle in der Landesregierung zur erfolgreichen Umsetzung von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting,
  • die Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG),
  • die Wiedereinrichtung einer Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW und einer Landesfachstelle Frauen und Sucht,
  • Maßnahmen zu ergreifen, um den Frauenanteil im Landtag und den kommunalen Vertretungen zu erhöhen.

Zudem heißt es in der Einführung zum Frauenkapitel: “Die neue Landesregierung wird sich in allen Politikfeldern für sie [Frauen und Mädchen] stark machen …” Diese Ankündigung bietet große Chancen für mehr Geschlechtergerechtigkeit in NRW.

Veranstaltung: Film “Wüstenblume” mit anschließender Diskussion am 16. April 2010 in Herdecke

Dienstag, 13. April 2010

Der Kreisverband Ennepe-Ruhr von Bündnis 90/DIE GRÜNEN lädt am Freitag, dem 16. April um 19.30 Uhr zu einem Filmabend mit anschließender Diskussion in das Herdecker Programmkino ONIKON ein. Der Eintritt ist frei!

Gezeigt wird das Drama „Wüstenblume” nach dem gleichnamigen autobiographischen Bestseller von Waris Dirie, den sie schon 1999 zusammen mit Irmingard Schewe-Gerigk vorgestellt hat.

Der Film erzählt nicht nur die bewegende Geschichte des beeindruckenden Weges vom somalischen Nomadenmädchen Waris zum internationalen Topmodel, sondern auch vom grausamen Ritual der Frauenbeschneidung, dessen Opfer auch Waris Dirie wurde.

Die Veröffentlichung ihres Geheimnisses und Traumas löste eine Welle des Mitgefühls und des Protestes aus und Waris Dirie entschloss sich, ihr Leben dem Kampf gegen diese in einigen afrikanischen Ländern noch immer praktizierte „Tradition” zu widmen.

Noch heute fallen unzählige Mädchen diesem Ritual zum Opfer. Der Kampf dagegen ist noch lange nicht zu Ende. Dass es sich nicht nur um ein afrikanisches, sondern auch um ein deutsches Problem handelt, macht die Vorstandsvorsitzende von „terre des femmes” deutlich: “In Deutschland leben schätzungsweise 20 000 bereits betroffene Frauen, die einen Anspruch auf eine gesundheitliche Versorgung haben und 5000 Mädchen, die wir vor dieser Menschenrechtsverletzung schützen müssen”.

Im Anschluss an den Film gibt es daher die Möglichkeit zur Diskussion darüber, wie die Praxis der Genitalverstümmelung beendet werden kann und was wir in Deutschland tun können. Gerade im Umfeld des Herdecker Krankenhauses gibt es seit Jahren Aktive, die sich engagiert gegen Genitalver-stümmelung einsetzen.

Neben der Vorstandsvorsitzenden der Menschenrechtsorganisation „terre des femmes”, Irmingard Schewe-Gerigk, steht auch die grüne Direktkandidatin für die Landtagswahl des Wahlkreises 106 (Witten, Herdecke), Verena Schäffer, für die Diskussion zur Verfügung. „Ich werde mich im Landtag für Frauenrechte weltweit und damit für eine Beendigung dieses grausamen Rituals einsetzen”, sagt Schäffer, die zugleich Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW ist.

Veranstaltungsankündigung: Film und Diskussion am 16. März 2010 in Witten

Samstag, 20. Februar 2010

Im Rahmen des Wittener Frauenmärzes veranstalten die Grünen in Witten eine FIlmvorführung mit anschließender Diskussion:

„Die dünnen Mädchen“ Film – Diskussion

am 16. MÄRZ 2010 im Haus Witten

Der Dokumentarfilm „Die dünnen Mädchen“ zeigt den Alltag von acht jungen Frauen in einer Therapieeinrichtung in der Lüneburger Heide. Alle acht Frauen leiden seit vielen Jahren an Essstörungen und versuchen, diese zu bekämpfen. Zu Wort kommen allein die Frauen, die über die Ursachen für ihre Krankheit berichten.

Im Anschluss an den Film wollen wir gemeinsam mit dem Publikum und einer Expertin sowie mit Irmingard Schewe-Gerigk (Vorstandsvorsitzende von terre des femmes, angefragt) und Verena Schäffer (Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW) darüber diskutieren, wie Bewusstsein für die Problematik der Essstörungen geschaffen werden kann und welche Unterstützung die Politik leisten muss.

Weitere Infos unter: www.gruene-witten.de

Witten, Haus Witten, Ruhrstr. 86 Dienstag, 16.3.2010, 18:00 Uhr Eintritt frei

Veranstalterin: Bündnis 90/Die Grünen Witten

Die Broschüre zum Wittener Frauenmärz kann hier heruntergeladen werden: Frauenmärz2010

Auf Platz 13 der Grünen Landesliste gewählt

Samstag, 28. November 2009

Auf der Landesdelegiertenkonferenz (LDK) der Grünen NRW am 28. November 2009 bin ich auf Platz 13 der grünen Landesliste für die Landtagswahl am 9. Mai 2010 gewählt worden. Vielen Dank an alle Delegierten für das Vertrauen!

Verena Schaeffer LKD 2009

Meine Rede:

Liebe Freundinnen und Freunde,

in den letzten Monaten wurde viel und heftig diskutiert darüber, ob es einen neuen Feminismus gäbe oder nicht, ob der Feminismus denn überhaupt noch zeitgemäß sei. (weiterlesen…)

Anonyme Geburten auch weiterhin ermöglichen!

Freitag, 27. November 2009

Aus gegebenen Anlass – der Ethikrat empfiehlt die Abschaffung der Babyklappe (http://www.tagesschau.de/inland/babyklappe100.html) – habe ich einen Artikel, den ich bereits im Oktober 2006 für die Mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND NRW :>krass geschrieben habe, noch einmal herausgesucht. M.E. ist die Babyklappe auch weiterhin ein sinnvolles Hilfsangebot für Frauen in einem Geflecht von verschiedenen Angeboten! Aber nun zum Artikel:

Die erste Babyklappe der Welt

Das „Ospedale degli Innocenti“ (Findelhaus) in Florenz ist bekannt als eines der ersten Bauwerke der italienischen Renaissance. Es wurde im Jahre 1419 von dem italienischen Architekten und Bildhauer Filippo Brunelleschi begonnen und 1445 fertiggestellt. Es stellt aber nicht nur in der Kunstgeschichte den Beginn einer neuen Epoche dar, sondern auch in der Sozialgeschichte, es war nämlich eines der ersten Waisenhäuser der Welt. Als die Stadt im 14.Jahrhundert wirtschaftlich aufblühte, stiftete die reiche Zunft der Seidenweber ein Heim („spedale“) für ausgesetzte, unschuldige Kinder („innoncenti“). Diese Einrichtung sollte Müttern ermöglichen ihr neugeborenes Kind unerkannt abzugeben, um uneheliche Kinder nicht aus Not und Verzweiflung auszusetzen oder zu töten. An der linken Seite des Hauses befindet sich ein so genannter Drehladen („torna ruota“), bei dem es sich um einen hölzernen Drehteller mit Mulde handelt, in die der Säugling hinein gelegt werden konnte. Danach wurde von der Person eine Glocke geläutet, woraufhin eine Pflegeperson die Tür von innen drehte und das Kind hinaus nahm. Bereits im Jahre 1445 wurde das erste Kind aufgenommen – bis 1875 ermöglichte diese Babyklappe die anonyme Abgabe von Kindern. Noch heute ist das „Ospedale degli Innocenti“ ein städtisches Waisenhaus.

(weiterlesen…)

Pressemitteilung zum Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen

Dienstag, 24. November 2009

Hier die gemeinsame Pressemitteilung von Daniela Schneckenburger, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen NRW, Barbara Steffens, frauenpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, und mir als Landesvorstandssprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November.

(weiterlesen…)